Genetik, Umweltfaktoren und Verhaltensmuster spielen bei Asthma und allergischer Rhinitis (AR) eine wichtige Rolle. So könnte auch die Länge des Schlafs die Immunfunktion modulieren und damit Entzündungen der Atemwege beeinflussen. Die Datenlage ist bisher jedoch noch limitiert, weshalb ein Studienteam aus Korea eine Querschnittstudie durchgeführt hat [Kim MS et al. Allergy. 2026;81:1306-9]. Dazu analysierte es Daten von 83.298 Teilnehmerinnen und Teilnehmern einer landesweiten jährlich durchgeführten Befragung.
Verglichen mit normalen Schlaflängen von sieben bis neun Stunden pro Nacht waren sowohl ein kurzer Schlaf (weniger als sieben Stunden) als auch ein langer Schlaf (mehr als neun Stunden) mit einer höheren Wahrscheinlichkeit für Asthma assoziiert. Besonders ausgeprägt war dieser Zusammenhang bei weiblichen Teilnehmerinnen sowie bei über 60-Jährigen. Die AR war insgesamt eher mit kurzem Schlaf assoziiert. In der Alterskohorte der Teilnehmerinnen und Teilnehmer unter 19 Jahren war die AR hingegen mit einem langen Schlaf assoziiert.
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Die Differenzen zwischen Alterskohorten und Geschlecht könnten – laut den Autorinnen und Autoren – auf altersbedingte Unterschiede beim bronchialen Remodeling und hormonelle Einflüsse zurückzuführen sein. Darüber hinaus beeinflusse der Schlaf den zirkadianen Rhythmus, den Kortisolspiegel sowie die Signaltransduktion von proinflammatorischen Zytokinen. Diese Faktoren könnten also Entzündungen der Atemwege begünstigen, resümiert das Studienteam.
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